Zaehneputzen im Kerzenlicht
Gestern sind Christoph und Thomas an der Morukutu Primary School angekommen und haben erst einmal festgestellt, wie schwer es ist, ganz ohne Strom zu leben. "Jedes Mal greift man zum Lichtschalter, wenn man in ein Zimmer geht." sagt Christoph. Die beiden haben bereits das kleine Dorf Otjiyarwa erkundet und haben die einzige kleine Bar gefunden. Sie sind mit Jackson auf dessen Eselkarren gefahren und haben den kleinen Fussballplatz des Dorfes unsicher gemacht. "Insgesamt sind die Leute sehr herzlich und wir fuehlen uns wohl." sagt Thomas, der im Matheunterricht wieder mit den Grundlagen beginnen musste, da die Kinder hier grossen Nachholbedarf haben.
Die Ziegen vom Ziegenprojekt, dass von Anna Henke und Maria Hillebrand 2009 gestartet wurde, stehen oft bei den beiden Freiwilligen im Garten und die Lehrer sind stolz auf den Fortschritt, denn die kleine Schule macht. Auf dem Foto sieht man Gabriel Hangara Leiter des Komeho Centers, die Lehrer der Morukutu Primary School, die Ziegenhirten und die Freiwillige Nadine Dolfen, die das Projekt von Suni e.V. und dem Komeho Center besuchte.
Vor den Wahlen in Namibia hat der Staat der Schule einen Stromanschluss versprochen, jetzt nach den Wahlen, weiss niemand mehr davon. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Namibia nicht sehr von Deutschland und wir lachen zusammen mit den Lehrern ueber die Politiker dieser Welt, die ueberall gleich zu sein scheinen.
Mit den vielen Geckos und Insekten muessen sich Thomas Greis und Christoph Pauli waehrend ihres Aufenthaltes noch aragieren, aber ansonsten haben die zwei Maenner viel Spass an der kleinen Schule im Hereroland.
Barbara Scharfbillig
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