Neues aus Namibia.
Die erste Woche der Suni Study Tour ist zu Ende und fuer alle Teilnehmer hiess es gestern "Taschen-Packen" und ab ins Schulprojekt.
Gerne haetten wir ein paar Fotos hochgeladen, aber leider will die Technik in der Kalahariwueste nicht mitspielen.
Kennenlernen:
Am Sonntag trafen wir uns alle zum ersten Mal in Joes Beerhouse in Windhoek, der Hauptstadt Namibias und machten uns Montag Morgen auf den Weg nach Swakopmund, an den Atlantischen Ozean. Nachmittags gab es eine spannende Tour durch das Township Mondesa, bei der auch Khoekhoegowab-Sprechen geuebt wurde.
Nachdem Jenny sich als Frau mit der kleinsten Blase outete, Marius die lokale Damenwelt beleidigte, Domi ihr eigenes Gewicht in Form von Kindern tragen konnte, Christian es schaffte Feuer zu machen (!!!) und Barbara die ersten Bier besorgte, war Abends klar:
Hier haben sich die fuenf Richtigen gefunden :-).
Unser offizielles Tourthema war schnell gefunden und wir fiehlen nach einem langen und lustigen Abend in der Namibwueste in die Federn.
Koenig des Tages:
Sandboarden, Strand und ein freier Nachmittag standen auf dem Programm unseres naechsten Tages. Der Ausblick von der Spitze der Duenen war grandios, die Spruenge ueber die Sprungschanze noch verbesserungsfaehig und der ein oder andere schaffte es kaum wieder hinauf :-).
Koenig des Tages wurde ohne Widerspruch Marius, der mit seinem Board immer wieder gelassen die Duenen hinaufschlenderte und grandiose 72km schnell hinunterflitzte. Da zeigt sich, dass Kontakthuepfen eben doch der haertere Sport ist.
Kuh,Kuh,Kuh,Kuh,Kuh ...
Fast 8 Stunden fuhren wir am dritten Tag bis wir Etoscha, den groessten Nationalpark Namibias erreichten. Jenny manoevrierte uns dabei gekonnt ueber die Schotterpisten. Dank Kinderbelustigung (neuer Tageskoenig wurde Christian) verging die Zeit wie im Fluge und kaum hatten wir den Park erreicht waelzte sich ein Nashorn in einem Wasserloch. Auf unserem ersten "Gamedrive" hatten wir das grosse Glueck Oryxantilopen, Zebras, Trappen, Strausse und dutzende von Springboecken zu sehen. Thematisch passend graste die Herde neben einem Dixiklo in der Etoscha-Pfanne.
Nachts wurden Jenny und Barbara dann vom Regen uberrascht, Schakale leerte die Muelleimer und umlagerten Barbaras Moskitozelt und die Nachtgeraeusche belustigten den Zeltplatz.
Isolationszelte:
Erst Domi, dann Marius und dann Christian mussten eine Pause einlegen, weil ihre Maegen nicht den afrikanischen Verhaeltnissen angepasst waren. (Wobei Christian auch in Deutschland von 2kg Stockbrot Bauchweh bekommen haette.)
Daher legten wir einige Strecken in den Nationalparks nur zu dritt oder viert zurueck und hatten mit Loewen, Giraffenherden, Kudus, Impalas, Erdhoernchen, Mangusen, Steinboeckchen und Elefantenkot eine tolle Motivauswahl. Abends hiess es dann: Fussballspielen um den Koenigstitel ... und der grosse Test "Namibia gegen Deutschland" wurde von Deutschland (Domi) gewonnen.
Bikini, Sonnenbrille, Kekse, Isomatte, Taschenmesser, Sonnencreme, Stirnlampe ...
Man betrachte erst das Wasserloch, dann gehe man es ab und stelle seine Tiefe fest, lade dann den Nissan 4x4 aus und fahre dann je nach Bodenbelag langsam oder schnell hindurch.
Christian bewaeltigte erfolgreich unser erstes Wasserloch auf den Weg zu unserem zweiten Nationalpark. Ein Glueck, dass wir uns auf unseren Strecken nicht zu schade waren "Wer bin ich?" und "Ich packe meinen Koffer" zu spielen und uns dem deutschen Radiosender zu widmeten. (Wir gehen nicht weg Hassan!) Erschreckend war, dass Barbara und Christian mitsingen konnten.
Wir stiegen spaeter auf den Waterberg, genossen die Ausssicht auf das umliegende Land und seine Raupen und Kaefer und hatten unser erstes grosses Festmal mit Salat und Putensteak am Rande der rot leuchtenden Klippen zusammen mit einem Dikdik-Paerchen.
Flugzeuge
Die letzte grosse Fahrt fuehrte uns (mit Tageskoenigin Domi) nach Tsjaka.
Vom gruenen Waterberg in die dornige Kalahariwueste.
Hier war unsere Unterkunft im Komeho Entwicklungshilfezentrum in Tsjaka. Der erste Besuch im Schuelerheim loeste Begeisterungsstuerme aus und die erste Nacht auf einer richtigen Matratze entlastete den Ruecken. Und endlich hatten es auch Marius Flugzeuge nach einer dreistuendigen Zollkontrolle geschafft und landeten sicher in seinen Armen.
Abends machten wir die Wuestendisco "zur gebrochenen Huefte" unsicher, (wobei Christian den ersten Heiratsantrag bekam) und goennten uns ein Bier unter den Sternen der Kalahari.
Ausschlafen
Jenny, Barbara und Christian kauften in Gobabis ein und besuchten ein Wuestengestueht waehrend Domi und Marius den Luxus eines freien Morgens genossen. Nachmittags wuschen wir dann auch erstmals unsere (stinkenden) Klamotten und Margreth zeigte uns ihr Zuhause in einer Wellblechhuette im Dorf. Die erste Anfrage fuer Jenny wurde ausgeschlagen und auch Domi wurde nicht an einen alten Rinderzuechter verkauft.
Es war der letzte Abend zusammen und wir waren alle ein bisschen traurig, dass es bald auseinander gehen wuerde.
Abschied
Am Montag war es dann soweit. Domi ging um halb sieben zur Mphe Thuto Schule und ihren Vorschuelern in Tsjaka. Jenny wurde von den anderen um 11 Uhr an der Nossob Schule und ihrem Handballprojekt in Witvlei abgesetzt. Marius und Christian erreichten Otjiyarwa und die Morukutu Schule gegen drei Uhr Nachmittags und auch Barbara kam zum Sonnenuntergang an ihrer Schule, Nahe der botswanischen Grenze in Eiseb an.
Jetzt beginnt der zweite Teil der Suni Study Tour. Jeder Teilnehmer arbeitet in seinem Projekt an seiner Schule. Viel Arbeit liegt vor uns und wir freuen uns alle sehr auf unsere Aufgaben. Wir werden viel lernen und sind auf uns alleine gestellt (zumindest die Maedels).
Liebe Gruesse an alle Freunde und Familien nach Deutschland :-)
Barbara
Ach so ... was es mit dem "r5cm+x" auf sich hat?
Das kann euch Marius naechstes Mal erklaehren :-)
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